Was macht Ihr gegen Atemnot

Frage:
Hallo an alle Betroffenen, von dieser blöden Atemnot.
Ich muß jetzt doch noch mal einen Beitrag reinsetzen, denn es beschäftigt mich seit Tagen.
Bei mir ist seit dem 31.12. eine heftige Atemnot eingetreten, die am Tag oft nur kurzzeitig besser wird. Ich habe von LT25 auf LT50 erhöht. Das war anscheinend zuviel, hab ich jetzt gelernt.
Obwohl ich wieder reduziert habe, ist die Atemnot noch nicht ganz weg und ich wollte mal wissen, was Ihr als Betroffene für Tips habt.
War heute beim Doc und der meinte, ich müßte da durch, Cortison würde nicht helfen.
Dank schon mal für Eure Antworten....
Petra
Antwort:

Hallo Petra,
dein Ferritin ist ja unter der Norm. Nimmst du schon Eisen ein?
Ich habe in den ersten 1 1/2 Jahren mit L-Thyroxin häufig Atemnot gehabt. Treppensteigen, bergauf laufen, geringste Anstrengung....... und ich war außer Puste wie eine Oma.
Als mein Eisenmangel entdeckt wurde und ich angefangen habe Eisen zu nehmen, wurde es besser.
Aber mit jeder LT-Steigerung wurde es auch wieder schlimmer.
Seit ca. einem halben Jahr ist es anhaltend besser.
Sylvia
Antwort:

Hallo Sylvia,
ja, ich habe jetzt mit Eisen angefangen.
Es dauert aber wohl ca. 3 Monate, bis es wirkt.
Ist aber sehr aufbauend von Dir zu hören, daß es bei Dir jetzt schon lange Zeit gut war.
Aber was machst Du, wenn die Atemnot kommt ?
Gibt es da irgendwelche Tips ?
Lieben Gruß und auf freies Durchatmen...
Petra
Antwort:

Hallo Petra,
ich habe die Wirkung von Eisen schon nach ca. 2 Wochen deutlich gespürt.
Meine Atemnot war nie so schlimm, dass ich Angst bekommen hätte. Ich habe halt Treppensteigen u.ä. vermieden bzw. hab ich alles sehr langsam gemacht.
Mehr kann ich dir leider auch nicht sagen. Aber ich fürchte auch, dass Cortison- oder Asthmaspray nichts nützen würde, denn das Problem ist wohl der Sauerstoffmangel und nicht verengte oder entzündete Bronchien.
Wenn du große Probleme damit hast, lass dich trotzdem mal zu einem Lungenarzt überweisen.
Ich war vor kurzem dort und bei mir ist alles in Ordnung.
Sylvia
Antwort:

Hallo Sylvia,
die Idee mit dem Lungenarzt hatte ich schon länger. Der macht sich gar nicht mehr die Mühe zu gucken, weil ich ja Sommerasthmatiker (Pollenallergie) bin. Er hat nur einen Lungenfunktionstest gemacht und als der schlechter wurde, meinte er, meine Lungenbläschen gehen halt kaputt, ich müßte jetzt immer mit Medikamenten Leben....daß das Kortison nicht viel hilft, hat ihn nicht interessiert....na ja, mit dem Arzt habe ich sowieso so ein paar Meinungsverschiedenheiten...schade daß es keine Negativ-Liste gibt....
Heute ists gerade etwas besser...hoffe, es wird bald gut und ich muß mir nie wieder Gedanken zum Thema Atemnot machen...
Schöne Grüße
Petra
Antwort:

Hallo Petra,
ich hatte auch zu Beginn der Hormonsubstitution schlimme Atemnot ( ). Zum einen glaube ich, dass es einen direkten Zusammenhang zur Floridität des Autoimmunprozesses gibt, zum anderen besteht auch ein Zusammenhang zur aktuell eingenommenen Dosis.
Jutta K. hat das mal sehr schön erklärt.
Jutta: Wenn man nun mit einer zu hohen Anfangsdosis SD-Hormone beginnt oder die Dosis zu zügig und in zu großen Schritten steigert, dann kannes zu einem Sauerstoffmangel am Herzen kommen, bedingt durch eine nicht ausreichend starke Durchblutung des Herzers (koronare Perfusion). Grund dafür ist, daß das Herz zwar eines der auf SD-Hormone empfindlichsten Gewebe ist und daher auch als eines der ersten Organe auf eine gesteigerte Menge von SD-Hormonen anspricht, allerdings verbraucht es bei dieser plötzlichen Mehrleistung, die es dann bringen muß, auch viel mehr Blut für sich selbst.
Da aber ein schnell schlagendes Herz grundsätzlich weniger Zeit hat, sich selbst mit Blut (und damit mit Sauerstoff) zu versorgen (der Herzmuskel selbst kann sich nur in der kurzen Phase des Erschlaffens mit Blut füllen), kommt es dann mitunter zu einer größeren Diskrepanz zwischen Sauerstoffnachfrage und -angebot mit der Folge, daß es z. B. zu Atemnot, Herzstolpern, Herzschmerzen oder sogar regelrechten Angina pectoris-Anfällen kommen kann.
Eisenmangel, eine Eisenmangelanämie oder auch eine Anämie aufgrund anderer Ursachen (z. B. Vitamin B6-, B12- oder Folsäure-Mangel) kann diese Effekte noch zusätzlich verstärken, da Eisenmangel bzw. eine Anämie auch mit einem verminderten Sauerstofftransport im Blut einhergeht und daher auch einen Sauerstoffmangel am Herzen verschlimmern kann.
Da man bei einer UF häufig auch Eisenmangel oder eine Eisenmangelanämie hat (durch UF bedingte Malabsorption von Eisen aus der Nahrung und gestörte Hämoglobinsynthese), ist es bei Herzbeschwerden wie Herzklopfen und Atemnot (insbesondere bei Belastung) auch sinnvoll, mal die Eisenwerte zu überprüfen und ggf. bei schlechten Werten eine Behandlung mit Eisen einzuleiten. Die Behebung eines Eisenmangels bzw. einer Anämie kann dann auch wiederum dazu beitragen, daß man auch die SD-Hormone besser verträgt bzgl. der Auswirkungen am Herzen. Ich kann dich aber beruhigen - nach einiger Zeit lässt die Atemnot einfach nach. Was mir in der akuten Zeit geholfen hat - vor allem um die Angst vor dem Erstickungstod etwas zu mildern - waren Schüsslersalze (Mg-Phoshoricum und Ca-phosphoricim). Irgendwie hatte das einen sehr beruhigenden, wenn auch vielleicht nur einen Placebo-Effekt, wer weiß.
LG Anika:)
Antwort:

Hallo Anika,
ich danke Dir vielmals für den Artikel. Er hat mich in meiner Meinung stark bestätigt, daß das Problem vom Eisenmangel kommt. Ich komme nur einfach nicht mehr gegen die Ärzte an. Bin zur Zeit ziemlich verzweifelt. Ich kann meine Kleine jetzt nicht mehr versorgen und komme kaum noch die Treppe hoch. Die Atemnot ist zwar momentan etwas besser, aber es ist jetzt ein absoluter Erschöpfungszustand und Schwindel, Schmerzen in den Muskeln, Kopfschmerzen.....na ja, alles, was für Eisenmangel spricht. Ich nehme jeden Tag 2 Tabletten von dem Ferro Sanol Duodenal, aber es scheint nicht viel rüber zu kommen.
Mein HA meinte zu meinem Zustand, ich hätte halt ne Angststörung, weil ich nach einer längeren Atemnot-Attacke zusammengebrochen bin. Eisen gegeben hat er mir nicht, sondern er hat mir Beruhigungstabletten verschrieben. "Die nehme ich nicht, weil als Nebenwirkung "Atemnot" drauf steht."
Ein anderer Arzt glaubte mir den Ferritrin Wert nicht, den der Schilddrüsen Experte gefunden hat. Er will jetzt erst selbst untersuchen, und zwar den Hämoglobin-Wert. Das dauert bis Montag. Ich komme mir vor wie im Mittelalter...da konnte man so einfache Dinge auch nicht behandeln :(
Schönen Gruß von einer etwas verzweifelten Petra
Antwort:

Wie lange nimmst du schon Ferrosanol? Vielleicht nimmt dein Darm aus irgendeinem Grund nicht genügend davon auf. Hier hatte auch mal jemand einen Artikel eingestellt, wo gesagt wurde, dass in sehr vielen Fällen nur Infussionen helfen.
Bleib hartnäckig und halte durch. Diese Phase geht wirklich vorbei - ich hatte damit etwa zwei Monate zu kämpfen, dann ging es steil bergauf. Übrigens hatte ich auch eine Art Kollaps aufgrund der Atemnot. Ist ja klar, dass man da auch höllische Angst bekommt. Diese Angsterfahrung verankert sich buchstäblich im Gedächtnis und kommt immer wieder hoch - bei mir auch heute noch, wenn ich durch körperliche Belastung wie beispielsweise 1/2 Stunde Schwimmen in ein Hormondefizit gerate. Aber auch das ändert sich wieder mit "positiven" Erfahrungen, die evtl. mit einer Dosiserhöhung einhergehen.
Wenn sich die Angst/Panik wieder anschleichen, konzentriere dich auf die sog. "Tiefatmung" über den Bauch (vielleicht kennst du das aus dem Autogenen Training?). Man neigt schnell nur über die Brust zu atmen, gerade weil man denkt, Pflastersteine auf dem Brustkorb liegen zu haben oder man das Gefühl hat, der Atemautomatismus funktioniert nicht mehr.
Ich drücke dir die Daumen, dass du schnell wieder auf die Beine kommst.
Mitfühlend,
LG Anika:)
Antwort:

Atemnot kenne ich nur zu gut,
begleitete mich seit die einstellung mit l-thyr.anfing,
der eine arzt sagte zuviel l-thyr.der andere sagte zuwenig l-thyroxin,
wenn ich die medis gesteigert habe war es immer für kurze zeit verschwunden,kam aber immer wieder,
bis ich wegen einem nachgewiesenen cortisolmangel vor 3 wochen mit hydrocortison anfing,
das erste was mir auffiel ,atemnot weg,
so ist es bis jetzt geblieben,obwohl ich wieder l-thyroxin jetzt erhöht habe,
alles bestens bis jetzt,
bei mir lag es wohl daran,
durch das cortisol plus deha und neue weibliche hormoneinstellung,
kann ich für mich nach 3 wochen sagen,
endlich mal ein riesen fortschritt und mir gehts so gut wie seit jahren nicht mehr,
keine atemnot mehr,
nicht mehr dauermüde und erschöpft,
kein nebel mehr im hirn,
bin den ganzen tag leistungsfähig,
schlafe endlich wieder nachts ohne zu schwitzen oder zu frieren durch,
also in so kurzer zeit sooooooooo viel gutes,
bin seit 3 monaten bei dr.krause in hannover in behandlung
ihm verdanke ich mein jetziges wohlbefinden,
habe lange überlegt ob ich dort hingehe,heute schimpfe ich mit mir,warum ich erst jetzt zu ihm gegangen bin und mich die ganzen jahre mit allen möglichen ärzten rumgeplagt habe,welche mir sowieso nicht geholfen haben,
zeit und nerven hätte ich mir sparen können,
da hab ich immer nur gehört,
ihre werte sind gut,ihre beschwerden können nicht von der schilddrüse kommen,
es war aber auch keiner von diesen ärzten bereit mal cortison oder sonstige andere werte zu nehmen,
darauf angesprochen,nur abgewunken,ne ne hat damit nichts zutun,
Lg banny
Antwort:

Hallo Banny,
das mit Doc Krause klingt gut. Ich hab Anfang Februar einen Termin dort, bis dahin muß ich irgendwie klar kommen. Ich habe mir auch schon gedacht, daß das die einzige Möglichkeit ist, weiter zu kommen.
Ich finde es unglaublich, daß man bei allen Ärzten betteln muß, daß sie einem Werte bestimmen. Und letztendlich machen die es dann doch nicht. Ich gene in so ein Arztgespräch rein, mit den besten Vorsätzen, dann erzählt der Arzt immer irgendwas von "nicht nötig", gibt entsprechende Erklärungen denen ich oft gar nicht folgen kann und schwups bin ich draußen, ohne irgendwas davon bekommen zu haben, was ich eigentlich wollte.
Eben, weil ich auch mal meinen Cortisol Wert bestimmen lassen wollte, habe ich schon lange Zeit nach einem Arzt gesucht, der das macht. Aber alle meinen, das wäre nicht nötig.
Schöne Grüße
Petra
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